Atmung
Es wird viel Wind um die "richtige" Atmung beim Kraftsport gemacht, dabei ist es gar nicht so kompliziert: Halten Sie Ihren Atem nicht an! Es spielt keine Rolle, ob Sie ein- oder ausatmen bei der Auf- oder Abwärtsbewegung - tun Sie einfach, was für Sie richtig ist. Manche Leute empfehlen, die Atmung mit den Bewegungen zu synchronisieren, aber ich sage, das ist SCHLECHT. Sie werden dadurch nämlich dazu verführt, Ihre Wiederholungen zu schnell auszuführen, weil Sie dringend Atemluft brauchen. Denken Sie mal darüber nach - warum wollen Sie sich keinen Sauerstoff zur rechten Zeit gönnen, wenn Sie bei einer Übung 110% geben wollen? Was ich persönlich praktiziere sind 3-6 Atemzüge pro kompletter Wiederholung, womit ich schöne, langsame Wiederholungen machen kann und auch noch bei der letzten im Gesicht nicht blau angelaufen bin. Wenn ich während meinen Sätzen atme, dann versuche ich nicht, es mit irgendetwas zu synchronisieren, aber ich achte darauf, daß ich entweder ein- oder ausatme und nie meinen Atem anhalte.
Sie können sehr schnell und flach, wie eine Lokomotive, atmen (nur nicht hyperventilieren!), aber Sie können auch tiefe, langsame Atemzüge nehmen, die Sie mit den Bewegungen synchronisieren - was auch immer am Besten für Sie funktioniert.
Wenn Sie bei der letzten, anstrengenden Wiederholung eines Satzes sind, dann ist es verführerisch, den Atem anzuhalten, damit es noch einmal klappt, aber lassen Sie das lieber. Wenn Sie Ihren Atem anhalten, dann geht Ihr Blutdruck hoch, Ihr Gesicht wird rot und Ihre Adern schwellen an, was alle möglichen Gesundheitsprobleme nach sich ziehen kann. Es mag ja richtig hart ausehen, wenn sogar die Adern auf der Stirn hervortreten, aber seinen Blutdruck dermaßen zu erhöhen, ist eine Sache die man lieber sein lassen sollte. Es tut Ihrem Körper einfach nicht gut. Also bitte daran denken: Halten Sie nicht den Atem an!
